B.Sc. Geographie

… was erwartet mich?

Der Bachelor Geographie geht im kommenden Wintersemester 2017/18 in die nächste Runde.

Der Schwerpunkt der Geographie im Bachelorstudiengang liegt ganz eindeutig auf der Humangeographie. Die Forschungsschwerpunkte am Institut liegen in den Bereichen Politische Geographie/Sozialgeographie, Stadt- und Regionalforschung sowie Ort-, Regional- und Landesplanung/Raumplanung.

Das Studium kann dabei in drei Teile gliedert werden:

  • Im Kernbereich sind zwei der insgesamt 14 Module aus dem Bereich der Physischen Geographie und zwei Module aus dem Bereich Geoinformatik zu belegen. In den Veranstaltungen erhaltet ihr einen Überblick über die Physische Geographie sowie die Ökologische Planung und ihr erlernt den Umgang mit Geoinformationssystemen und statistischen Programmen. Die Inhalte sind, obwohl nicht (mehr) orginäre geographische, sehr wichtig und müssen bei vielen geographischen Fragestellungen mit einbezogen werden. Die anderen zehn Module haben einen geographischen Inhalt. In den meisten Modulen könnt ihr die Inhalte der Seminar und teilweise auch Vorlesungen nach euren Vorlieben wählen, jedoch ist die Wahl immer vom Angebot des Instituts abhängig. Hinzu kommt ein vier-wöchiges Praktikum – um dieses müsst Ihr euch jedoch selbst kümmern – und am Ende die Bachelorarbeit.
  • Das Nebenfach macht mit 30 Leistungspunkten immerhin 1/6 eures Studiums aus und gibt euch die Möglichkeit weitere Schwerpunkte in eurem Studium zu setzen. Wenn ihr ein wenig mehr Physisches hören wollt, dann bietet sich hier Geowissenschaften oder Landschaftsökologie an. Jedoch könnt ihr stattdessen auch Jura, Geoinformatik, Niederlande-Studien, Politikwissenschaften oder Volkswirtschaftslehre wählen. Alle Nebenfächer – bis auf Volkswirtschaftslehre, Geoinformatik und Jura – können kombiniert werden, so müsst ihr nicht alle Leistungspunkte in einem Fach erbringen.
  • Letztlich gibt es noch die Allgemeinen Studien – diese umfassen 20 Leistungspunkte. Hier könnt ihr eigentlich alles wählen, wozu ihr Lust habt. Sei es eine Sprache, Rennradfahren in den Alpen oder die Geschichte der Mode.

Ziel eines Studiums ist es, dass ihr lernt, wie man wissenschaftlich arbeitet und dieses Wissen in der Praxis anwendet. Somit werdet ihr eine Menge Referate halten (und auch hören), Klausuren und Hausarbeiten schreiben (Umfang 6 – 20 Seiten).

Weitere Infos gibt’s hier:

… was muss ich mitbringen?

Dies Frage ist genau so kompliziert, wie die Eingrenzung geographischer Inhalte. Sicher ist, dass die Humangeographie sehr vielseitig ist und in der Regel eine ganzheitliche und interdisziplinäre Betrachtung erfordert. Deshalb ist es von Vorteil, wenn du vielseitig interessiert bist und gerne einen kritischen Blick über den Tellerrand wirfst. Zwar kannst du dich auf wenige Themen in der Geographie spezialisieren, die anderen Bereiche können aber niemals ganz außen vor gelassen werden.

Im Studium werden immer wieder Deadlines für Abgaben, Klausuren etc. auf dich zukommen, somit solltest du ein Grundgerüst an Selbstorganisation und Stressresistenz mitbringen. Das kann während des Studiums ohne Frage ausgebaut werden, findet aber meist seine Grenze am Geldhahn und Verständnis der Eltern oder des BAföG-Amtes.

…wie komm ich rein?

Der Studiengang ist auch in diesem Jahr wieder zulassungsbeschränkt. Das heißt, dass ihr einen gewissen NC durch das Abizeugnis bzw. Wartesemester vorweisen müsst, um aufgenommen zu werden. Dabei sind die Bewerbungsfristen zu beachten!

Im letzten Zulassungszeitraum wurden im Hauptverfahren alle Bewerber zugelassen, die einen Abi-schnitt von 2,3 hatten und ein Jahr Wartezeit vorweisen konnten. Alle Bewerber mit vier Wartesemestern wurden mit einer Durchschnittsnote von 3,2 zugelassen. Im ersten Nachrückverfahren wurden alle Bewerber mit einem NC von 2,4 und zwei Wartesemestern zugelassen. Eine Übersicht für alle Studienfächer der WWU findet ihr hier. Die Notengrenzen aus dem letzten Jahr sind nur eine Orientierung und können sich jährlich, je nach Nachfrage, ändern.

Bewerber ohne Abitur können nur unter besonderen Voraussetzungen aufgenommen werden. Diese sind auf der Seite der Uni zusammengetragen. Bei weiteren Fragen wendet euch bitte direkt an uns. Da dies sehr selten vorkommt, haben wir leider auch nur wenig Erfahrung, werden euch aber tatkräftig bei eurem Vorhaben unterstützen!

…und was kann man dann damit machen?

„Was ist das, ein Geograph?“ „Das ist ein Gelehrter, der weiß, wo sich die Meere, die Ströme, die Städte, die Berge und die Wüsten befinden.“ „Das ist sehr interessant“, sagte der kleine Prinz. „Endlich ein richtiger Beruf!“ (Quelle: Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz, XV).

Ob diese Beschreibung noch gültig ist, ist sehr zweifelhaft. Als Geograph hat man allgemein mit den Vorurteilen aus dem altmodischen Erdkundeunterricht zu kämpfen, deren einziger Inhalt wohl oben genannt ist. Und das Problem: Vorurteile sind langlebig…und prägen die Vorstellungen der Arbeitgeber.

Über die Aussichten kann man natürlich keine generell gültigen Aussagen treffen, da dies von vielen persönlichen Faktoren (Qualifikation, Praktika, Alter, Kenntnisse usw.) abhängt. Die Tätigkeitsfelder sind genau wie das Studium vielfältig. Problem: Nicht jede Stelle ist explizit für Geographen ausgeschrieben, somit lohnt sich oftmals auch der Versuch eines „Quereinstiegs“. Die Bundesagentur für Arbeit hat aber 2005 eine Broschüre „Arbeitsmarkt für Geographen“ herausgegeben, in der mögliche Berufsfelder von Geographen aufgezeigt werden. Eine Aktuellere Zusammenfassung der Bundesagentur für Arbeit findet man in der Broschüre 2012. Die gute Nachricht: Wir haben doch eine Aussicht, nicht in der Arbeitslosigkeit zu enden! Und Taxifahren erfordert die grundlegendsten Fähigkeiten eines Geographen!

Nach dem Bachelor kann man natürlich noch seinen Master machen. Das kann sinnvoll sein, wenn man sich beispielsweise in einem Bereich spezialisieren oder einfach das Studentendasein noch verlängern möchte. Neben Münster bieten noch sehr viele Hochschulen einen Master an. Eine Übersicht gibt der Verband der Geographen an Deutschen Hochschulen.

M.Sc. Humangeographie

Die ersten Masterstudierenden haben ihr Studium im WiSe 2009/10 begonnen. Der Masterstudiengang ist wie der Name schon vermuten lässt, in der Humangeographie anzusiedeln und in diesem Gebiet breit aufgestellt. Dennoch liegen die Schwerpunkte auf Raumkonflikten – Raumplanung – Raumentwicklung.

Bewerben kann man sich regelmäßig zum Wintersemester und pro Jahrgang werden max. 30 Studierende zugelassen, obwohl der Studiengang offiziell als zulassungsfrei ausgeschrieben ist. Bitte beachtet, dass Bewerbungsfristen einzuhalten sind.

Infos zum Studium und zur Bewerbung gibt es auf den Seiten des Instituts für Geographie.

Falls ihr in Münster studiert und noch einmal eine andere Stadt kennenlernen möchtet oder einen anderen Schwerpunkt sucht, dann gibt es auch Alternativen zum Masterstudiengang Humangeographie in Münster.

Diplom Geographie (auslaufend)

Diejenigen, die das Studium auf Diplom begonnen haben, haben einen Anspruch darauf, ihr Studium in vollem Umfang abzuschliessen. Allerdings wurden Kurse, die explizit für die Diplom-Geographen bestimmt waren, nur bis zum SoSe 2009 angeboten. Seit dem WiSe 2009/10 können für den Diplomstudiengang anrechenbare Studienleistungen im Masterstudiengang Humangeographie erbracht werden. Der Antrag auf erstmalige Zulassung zur Diplomprüfung kann letztmals am 31.03.2013 gestellt werden.

All dies findet ihr in der „Ordnung über das Auslaufen des Diplomstudiengangs Geographie an der Westfälischen Wilhelms-Universität“, die am 23. Juli 2009 in Kraft getreten ist.

Die Diplomprüfungsordnung findet Ihr auf den Seiten des IfG.

Allgemeiner Ablauf der Veranstaltungswahlen

1. Seminarwahl

In der Regel finden in der drittletzten Woche der Vorlesungszeit die Seminarwahlen für das nächste Semester statt. Vor Aufnahme deines Studiums betrifft dich dies noch nicht, da du zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht eingeschrieben bist. Über HISLSF werden Tutorien, Seminare und Übungen an unseren Instituten gewählt, da diese oftmals nur begrenzte Plätze haben. Wie du wählst und Prioritäten setzt, kannst du in der Wahl-Woche auf der IfG-Homepage unter „Aktuelle Studieninformationen“ nachlesen.

Das Ergebnis findest Du in der darauffolgenden Woche ebenfalls auf der IfG-Homepage unter „Aktuelle Studieninformationen“.
2. Verbindliche Anmeldung

Jedoch hast du dich mit der Seminarwahl noch nicht verbindlich für die Studienleistungen angemeldet!

Um eine Note verbucht zu bekommen oder für eine Klausur in einer Vorlesung anzumelden, musst Du Dich in einem Zeitraum, der meistens vier Wochen vor Vorlesungsschluss endet anmelden. Ein Nachtragen ist seit dem letzen Semester nicht mehr möglich! Jedoch kannst Du Dich während des Zeitraums so oft an- und abmelden wie du möchtest; Hauptsache am Ende ist das Richtige drin!

Die Anmeldung läuft über das QISPOS-Portal unter „Meine Funktionen“ → „Prüfungsverwaltung“ → „An- und Abmeldung zu Studienleistungen und prüfungsrelevanten Leistungen“. Bei Problemen wendet Euch rechtzeitig an das Prüfungsamt.

Exmatrikulation

Für die Exmatrikulation ist eine Entlastungsbescheinigung der Institute der Lehreinheit Geowissenschaften I nötig, mit der Ihr nachweist, dass Ihr keine Bücher, Geräte oder Karten mehr entliehen haben. Die Bescheinigung könnt Ihr auf der Seite des FB 14 herunterladen oder in der Bibliothek Geowissenschaften I bekommen, den abschließenden Stempel erhaltet Ihr im Geschäftszimmer der Betriebseinheit der LE I bei Frau Kreulich.