Studium, die schönste Zeit wo gibt.

In dieser Kategorie findet ihr alles über das Studium der Geoinformatik. Hier gibt es Informationen über das Studium, die Anforderungen an die Studierenden und das Fach Geoinformatik im Allgemeinen. Des weiteren werdet ihr mit konkreten Studieninformationen versorgt, z.B. Prüfungs- und Studienordnung, Modulübersicht und Beratungsstellen. Im Topic Hochschulpolitik findet ihr Informationen, wie die Universität von innen und außen politisch beeinflusst werden kann und welche Themen gerade heiß diskutiert werden.

Was ist eigentlich Geoinformatik?

Geoinformatik, na das klingt ja mal interessant. Da steckt Informatik drin, und ich mache doch so gerne was mit meinem Computer. Und nur Informatik ist mir irgendwie zu trocken, nur Theorie und viel zu viel Mathematik. Aber als Geoinformatiker? Was macht ein Geoinformatiker eigentlich?

Eine eindeutige Definition für Geoinformatik wollen und möchen wir an dieser Stelle nicht geben. Geoinformatik lässt sich viel mehr als eine Schnittstelle zwischen Geographie, Geologie, Ökologie, Kartographie und mehr sowie der Informatik beschreiben. Die Geographen nutzen Statistiken, die Geologen Simulationen und die Kartographen abgefahrene Editoren. Die Geoinformatik als wissenschaftliche Disziplin hat nun die Aufgabe, eine Brücke zwischen den geowissenschaftlichen Aufgabengebieten und der Theorie aus der Informatik zu schlagen. Und wir Geoinformatiker müssen diese Brücke konstruieren. Und hoffen, dass das mit der Statik klappt.

Natürlich ist diese Erklärung zu simpel. Geoinformatik ist nicht einfach nur eine Mixtur aus informatischen und geowissenschaftlichen Inhalten. Denn dann könnte man ja auch Informatik im Hauptfach studieren. Und Geographie im Nebenfach. Oder anders herum.

Geoinformatik: Eine Übersicht

Das Studium kann manchen kalt erwischen. Aber kalt_erwischt.jpgzusammen steht man das schon irgendwie durch.

Dieser Text stammt aus der Ersti-Info 2003. Dieses Heftchen wird von den Fachschaften des FB 14 zu Beginn des Wintersemesters neu erstellt, wir halten aber immer ein paar Exemplare im FS-Raum vorrätig. Es gibt übrigens auch eine umgeschriebene Version.

Eine junge Wissenschaft – ein junger Studiengang

Die Geoinformatik ist eine sehr junge wissenschaftliche Disziplin, die sich aus dem Bedarf an angewandter Informatik (Geo-, Wirtschafts-, Bio-, … Informatik) in Wirtschaft und Forschung entwickelt hat. In der Geoinformatik geht es im Grunde darum geowissenschaftliche Problemstellungen mit Hilfe von Computern zu bewältigen.Unter Berücksichtigung des Raumbezugs versucht man spezielle Methoden und Algorithmen zu entwickeln.

Ein Vorteil der Fächer der angewandten Informatik ist sicherlich die universelle, breite Ausbildung: Zum einen in der Informatik/Mathematik und zum anderen in der Geoinformatik und den Geowissenschaften. Die Geoinformatik bildet sozusagen eine Brückenfunktion zwischen den alten bzw. etablierten Studiengängen der Geowissenschaften (Geographie, Landschaftsökologie, Geologie, Geophysik…) und der Informatik und schafft neue Betätigungsfelder, denn “80% der Entscheidungen in der Wirtschaft heutzutage haben einen Raumbezug!”

Ein neues – altes Berufsfeld

Durch die soliden Kenntnisse in der Informatik und den Geowissenschaften bietet sich dem Geoinformatiker ein breites Spektrum an Berufen in der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung sowie Forschung und Wissenschaft. Arbeit in Behörden (z.B. Umweltplanung, Vermessung…), in privaten Planungsbüros, in Logistik- und Telekomunikationsunternehmen oder in der Softwareentwicklung sind nur einige der vielen Möglichkeiten, die sich nach dem Studium auftun. Je nach Neigung findet jeder das, was ihm gefällt. Und heute wie auch in absehbarer Zukunft sind Geoinformatiker gefragt.

Das Studium der Geoinformatik

In Münster ist die Geoinformatik ein modularer Studiengang. Das bedeutet, dass man sich das Studium aus mehreren Modulen zusammensetzt. Ein Modul beinhaltet mehrere Übungen, Vorlesungen, Seminare oder Praktika zu einem Themenbereich, die man im Laufe des Studiums belegen muss. Die Module und ihre Inhalte bauen dabei aufeinander auf. Selbstverständlich absolviert man die Module nicht nacheinander, sondern ineinander übergehend.

Beispiel: Das Modul Mathematik besteht aus drei Vorlesungen und begleitenden Übungen. Es werden jeweils eine Übung und eine Vorlesung gleichzeitig absolviert, die Vorlesungen werden nacheinander absolviert. Man benötigt also drei Semester für das Modul Mathematik.

Das Studium der Geoinformatik in Münster besteht zu gleich großen Teilen aus informatischen und geowissenschaftlichen Inhalten. Dadurch wird ein verhältnismäßig hoher Informatikanteil garantiert. Es ist daher hilfreich, bereits über Programmierkenntnisse zu verfügen, allerdings ist es auch möglich, sich diese später anzueignen. In den ersten Semestern wird man außerdem das Mathemodul bewältigen müssen, weswegen man auch Interesse an der und Kenntnisse der Mathematik benötigt. Dass ein Interesse an informatischen und geowissenschaftlichen Fragestellungen bestehen sollte, muss man schon fast nicht mehr erwähnen. Außerdem sind gute Englischkenntnisse vorteilhaft, da es Übungen gibt, die auf Englisch abgehalten werden und ein Großteil der Fachliteratur nur auf englisch vorhanden ist.

Jedes Wintersemester kommen knapp 30 Geoinformatik-Erstsemester. Da man am Anfang viele gemeinsame Übungen hat, lernt man schnell die anderen Erstis kennen und schließt so leicht Bekanntschaften. Dies fördert einen guten Zusammenhalt, wie er in anderen Studiengängen kaum oder gar nicht möglich ist und von vielen Studierenden als einer der größten Vorteile des Studienganges genannt wird. Das Studium besteht aus Vorlesungen, Übungen, Seminaren und Praktika.

Bei Vorlesungen besteht keine Anwesenheitspflicht, allerdings sollte man sich gut überlegen, ob man Vorlesungen ausfallen lässt. Häufig wird am Ende des Semesters eine Klausur gestellt, die den behandelten Themenbereich abdeckt. Wenn diese Klausur bestanden wurde, erhält man den Leistungsnachweis (Schein). Zu Vorlesungen muss man sich nicht anmelden.

Wenn es zu einer Vorlesung noch begleitende Übungen gibt, so wird vom Professor einmal pro Woche ein Übungszettel in der Vorlesung verteilt, den man in Kleingruppen lösen muss. Die Lösungen und auftretende Fragen können dann in den Übungen mit dem Tutor besprochen werden. Man muss einen bestimmten Prozentsatz aller Aufgaben richtig gelöst haben, um zur Klausur zugelassen zu werden. Meistens kann man zwischen mehreren Übungsgruppen aussuchen, die zu verschiedenen Zeiten stattfinden. Für die Übungen muss man sich anmelden, in dem man sich in aushängende oder im Internet stehende Listen einträgt. Die genaue Vorgehensweise wird in den ersten Vorlesungsstunden bekanntgegeben.

Bei Seminaren besteht Anwesenheitspflicht. Falls man während des Seminars weniger als zweimal gefehlt und eine eventuelle Klausur bestanden bzw. Aufgaben zufriedenstellend bearbeitet hat, bekommt man ein Abtestat. Das ist dann die Bestätigung, dass man die erforderten Leistungen erbracht hat.

Praktika finden entweder zu festen Zeiten innerhalb des Semesters oder als Blockpraktikum während der vorlesungsfreien Zeit statt. Bei den Praktika geht es darum, theoretisch bekannte Inhalte in die Praxis umzusetzen. Im Fachbereich 14 (Geowissenschaften) muss man sich für Übungen, Seminare und Praktika über SEPLonline (SeminarPLatzvergabe online) eintragen. SEPLonline ist ein System, das eine gerechte Vergabe der freien Plätze gewährleistet. Das Anmeldeverfahren läuft eine Woche lang am Ende des jeweils vorherigen Semesters. Da ihr also für dieses Semester nicht wählen konntet, wurden für euch Plätze reserviert. Die Funktionsweise von SEPLonline wird euch noch ausführlich erklärt werden.

Fachschaft und Adressen

Seit dem Wintersemester 2001/02 hat der Studiengang eine eigene Fachschaft, die sich um die speziellen Fragen und Wünsche der Geoinformatikstudierenden kümmert. Eine Fachschaft ist eine aus Studierenden bestehende Vertretung, die sich voll und ganz dem Wohle ihrer Studierenden zu verschreiben hat. Dies haben wir auch in unserer Satzung festgeschrieben.

In der Fachschaft versuchen wir die Interessen der Studierenden gegenüber der Hochschule zu vertreten und Konflikte und Unklarheiten zu beseitigen. Also sind wir eine Anlaufstelle für Studierende und Dozenten gleichermaßen, die die Kommunikation unter den Studierenden und mit den Dozenten fördert, z.B. durch übergreifende Veranstaltungen. Die Fachschaft will die Interessen der Studierenden nach bestem Wissen und Gewissen kundtun, vertreten und verteidigen.

Dies gilt natürlich auch für euch Studienanfänger. Dieser Text zum Beispiel wurde von Fachschaftsmitgliedern entworfen und wir hoffen, euch damit einen ersten Überblick über einen innovativen, jungen Studiengang gegeben zu haben und vielleicht sogar euer Interesse am Mitwirken in der Fachschaft geweckt zu haben.

Abschließend möchten wir euch auf diese beiden Homepages aufmerksam machen:

IfGi steht für Institut für Geoinformatik. Hier findet ihr alle Informationen zum Studiengang wie etwa die Studienordnung, eine Übersicht über die Module oder ein einfaches FAQ. Hier kann man sich auch bei SEPLonline einloggen oder sich Vorlesungen anschauen. Außerdem gibt es die Adressen der studienberatenden Dozenten.

Die Homepage der Fachschaft. Die Homepage wird von den Fachschaftlern ständig aktualisiert und ergänzt. Wir bemühen uns, den Studierenden mit dieser Homepage das Studium zu erleichtern, und das gilt auch und gerade für die Studienanfänger. Also schaut euch die Seite an und zögert bei Fragen nicht, ein E-Mail an einen Vertreter zu schicken. Uns liegt viel daran, euch zu helfen und eventuelle Fragen oder Probleme schon früh zu klären.

Die Fachschaft Geoinformatik wünscht euch ein erfolgreiches und unterhaltsames Studium! Text von Tonio & Florian, Siehe auch in der Ersti-Info des FB14

Die aktuelle Ersti-Info findet ihr hier

Mehr zum Studiengang Geoinformatik

Das mit Geoinformatik hab ich nun wohl kapiert. Dieses Fach zu studieren, das würde mich schon interessieren. Aber woher weiß ich denn nun, ob es das Richtige für mich ist? Ich will nicht mit dem Büffeln anfangen, nur um nach drei oder vier Semester zu begreifen, das BWL vielleicht doch die bessere Wahl gewesen wäre. Wie ist das mit der Informatik, wie hoch ist der Anteil, wie gut muss ich in Mathe sein um da nicht völlig zu versagen?

Der Studiengang Geoinformatik

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Auf dieser Seite erfahrt ihr, welche Anforderungen das Studium der Geoinformatik an euch stellt. Das Studium besteht aus mehreren Abschnitten, die einzelnen Module werden detailliert besprochen. Nicht alle Module beinhalten Veranstaltungen am Institut für Geoinformatik. Geoinformatik ist ein interdiszplinärer Studiengang und beinhaltet auch Vorlesungen und Seminare aus den Fachbereichen Mathematik/Informatik und den Instituten der Geographie und Landschaftsökologie.

Aufbau des Studiengangs

Der Bachelorstudiengang Geoinformatik ist, wie jeder andere Bachelorstudiengang, modular aufgebaut, das heisst Lehrveranstaltungen werden in kleine, thematisch zusammengehörende Einheiten verpackt. Ein einzelnes Modul schließt man in maximal 2 Semestern ab, wobei man mehrere Module parallel studiert.

Jedes Modul besteht aus mehreren Veranstaltungen so besteht das Modul Informatik I aus den Veranstaltungen Vorlesung Informatik 1, Übung Informatik 1, Vorlesung Informatik 2, Übung Informatik 2. Die Module sind von Prüfungen nur so gespickt. Für gewöhnlich wird über das Thema jeder Vorlesung eine Klausur geschrieben, in den Übungen muss man Übungsaufgaben bearbeiten, in denen man eine gewisse Mindestpunktzahl erreichen muss, um den Leistungsnachweis zu bekommen.

Weitere Prüfungsleistungen sind Hausarbeiten, Referate und Projekte. Jede Prüfungsleistung wird benotet und geht mit in die Endnote ein. Am Ende des Bachelorstudiums steht die Bachelorarbeit an. Diese wird parallel zu den Veranstaltungen in der Regel im 6. Semester geschrieben.

In einigen Studiengängen sind Betriebsparaktika und Exkursionen Pflicht. Das ist in dem Bachelor Geoinformatik nicht der Fall. Die Praktika und Exkursionen, die abgeleistet werden müssen, sind im Studienverlauf integriert und werden vom Institut als Seminare angeboten.

Seinen „Bachelor of Science Geoinformatik“ bekommt man mit dem Bestehen der Bachelorarbeit und dem Nachweis von 180 Credit Points in seinem Studium, die man in den verschiedenen Modulen „verdient“. Ein CP soll dabei 30 Zeitstunden Arbeit widerspiegeln. Auch die Bachelorarbeit ist 12CP „wert“.

Wenn nun die Bachelorarbeit bestanden ist, die 180CP gesammelt sind und man den BSc Geoinformatik besitzt, wie geht es dann weiter?

Grundsätzlich ist der Bachelor of Science eine Art Zugangsberechtigung für einen Master of Science, wie das Abitur eine Zugangsberechtigung zu einem Bachelorstudiengang ist.

Anders als bei der Hochschulzugangsberechtigung wird aber bei der Auswahl für den Master of Science nicht auf den Numerus Clausus oder die Wartezeit geschaut, sondern darauf, was der Bewerber studiert hat. So ist es schwierig, wenn sich ein Bachelor Biologie für den Master Geoinformatics bewirbt und ihm würde wohl ein Absolvent Bachelor Geoinformatik vorgezogen werden. Anders sieht es aus wenn ein Bachelor Geoinformatik sich für den Master Informatik bewirbt.

Was ich sagen möchte, man hat nach dem Bachelor noch immer eine gewisse Auswahlmöglichkeit darin, was man machen möchte. Möchte man in dem Fachgebiet Geoinformatik bleiben, so kann man entweder am eigenen Institut bleiben und sich für einen der beiden hier angebotenen Masterstudiengänge bewerben, man kann an eine andere Universität gehen oder sich für ein verwandtes Fachgebiet bewerben. Natürlich kann man mit dem Bachelor, der ja ein akademischer Abschluss ist, auf den Arbeitsmarkt gehen und dort sein täglich Brot verdienen.

Weitere Informationen:

Anforderungen an den Studiengang

Was für Vorwissen muss ich mitbringen, um Geoinformatik zu studieren? Regelmäßig bekommen wir E-Mails mit Anfragen, welchen Numerus Clausus man zum Studium der Geoinformatik braucht. Oder ob man gut in Mathe gewesen sein muss um bei uns mitzustudieren.

Voraussetzungen – Studieninfos

Studienvoraussetzungen sind immer eine delikate Angelegenheit. Einerseits möchte man keinen vergraulen, andererseits müssen manche Dinge einfach mal gesagt werden. Deshalb genießt diesen Text mit Vorsicht und macht euch auch noch eigene Gedanken dazu. Am besten schaut ihr bei konkreten Fragen nochmal in die FAQ oder schreibt uns eine Mail mit eurer Frage. Die beantworten wir sofort und auf jeden Fall.

Abgedroschen, aber es muss sein: Zusammenarbeit

Das ist mal wieder das Allerwichtigste, denn wir haben gemerkt, dass es absolut notwendig ist, um überhaupt Fuß zu fassen im Studium, dass ihr mit anderen im Team arbeiten könnt. Alleine seid ihr aufgeschmissen, oder die absoluten Überflieger, die neben dem Studium wirklich gar nichts mehr machen. Ihr bekommt so eine Fülle von Aufgabenzetteln (die zu lösen sind, meistens in Dreier-Gruppen), dass ihr, wenn ihr jede Aufgabe alleine rechnen wollt, in arge Zeitnot geratet. Das ist wirklich kein Ammenmärchen, das stimmt. Um euch die Sache ein wenig schmackhaft zu machen: Es macht auch durchaus Spaß zusammen zu arbeiten und es bilden sich schnell gute Bekanntschaften, nicht nur mit einem kleinen Teil eurer Mitstudenten, sondern mit fast allen. Das können wir aus eigener Erfahrung so sagen. Gerade etwas schüchternen Kollegen und Kolleginnen fällt es so nicht so schwer, Kontakt zu Mitstudierenden zu finden.

Bitte bedenkt, dass einige Vorlesungen im späteren Verlauf des Bachelorstudiengangs auf Englisch gehalten werden. Ihr solltet also ein gewisses Grundverständnis vorweisen und keine Angst mitbringen. Ansonsten besteht immernoch die Möglichkeit während des Studiums Englischkurse an der Uni zu besuchen, für die ihr auch noch Credit Points für das General Studies Modul sammeln könnt.

Analytisches und mathematisches Denkvermögen notwendig (v.a. im Grundstudium)

Was weiterhin sehr wichtig ist (vorallendingen im rein mathematischen und informatischen Teil des Studiums) und enorme Geschwindigkeitsvorteile bringt, ist die Fähigkeit, analytisch zu denken. Denn alles was aus der Mathematik, wie auch mit der Informatik zu tun hat, ist pure Analytik. Wir schreiben absichtlich nicht mathematisches Verständnis, oder Mathe-LK hier hin, weil es nicht zwangsläufig erforderlich ist. Wer allerdings mit Mathe nie Probleme hatte, hat sicherlich einen Trumpf im Ärmel. Denn wer die Zusammenhänge zwischen den Sachen erkennt, hat schon die halbe Miete gewonnen. Es ist leider so, dass ohne Analytik nicht so viel geht. Wer aber auch ohne Mathe schnell ist, Zusammenhänge zu erkennen, ist sehr willkommen. Denn der mathematische Stoff hat nicht mehr viel mit der Schulmathematik zu tun. Alles wird abstrakter und übergreifender.

Hier noch ein paar „offizielle“ und sehr informative Informationen des Fachbereichs Mathematik/Informatik bezüglich Studienvorraussetzungen. Aber Achtung dort bezieht es sich jeweils auf das Hauptfach und nicht auf Geoinformatik direkt.

Na endlich: Geowissenschaften

Hier braucht ihr euch keine Sorgen machen, wenn ihr kein Erdkunde in der Schule hattet. Das läßt sich schnell verstehen und einholen. Was allerdings von Vorteil ist, ist das Interesse an geowissenschaftlichen Zusammenhängen, die das Studium neben Mathe und Informatik eigentlich erst interessant machen und zu dem interdisziplinären Studiengang machen, der er ist.
Wenn ihr hieran kein oder nur wenig Interesse habt, dann seid ihr sicherlich besser im reinen Informatikstudiengang aufgehoben. Allerdings muss man auch sagen, dass der Studiengang halt auch allein durch die Anwendung in den Geowissenschaften sicherlich nicht so trocken rüberkommt, wie ein reiner Informatikstudiengang und auch eher technisch orientiert ist.
Weiterhin ist es durchaus möglich, sich aus der Geographie rauszuziehen, wenn man von drei Pflichtvorlesungen absieht.

Und was muss ich an Computerkenntnissen mitbringen?

Eigentlich gar keine speziellen Sachen. Was allerdings zwingend erforderlich ist, ist die Bereitschaft sich mit dem Computer auseinanderzusetzen und selber Sachen auszuprobieren und nicht gleich verzweifeln, wenn mal etwas nicht funktioniert, sondern dran bleiben und ausprobieren.

Computa und andere „Legenden“

winxp-square.jpgWie wir inzwischen bei mehreren Jahrgängen feststellten, ist der Bereich „Informatik“ in unserem Studiengang gerade für Erstsemester ein schwierig zu kalkulierendes Gebiet. Alle Jahre wieder kommen zahlreiche Fragen, die sich nur um dieses Thema, eventuell benötige Vorkenntnisse, Hardware, Software, Programmiererfahrung und Ähnliches drehen.

Mit den folgenden Informationen möchten wir euch einen Teil dieser Fragen im Vorhinein abnehmen ;)

Welche PC-Kenntnisse muss ich ins Studium mitbringen?

Du solltest nicht vollkommen ahnungslos vor einem PC sitzen und überlegen, wo man ihn anschaltet ;) Ein Grundwissen im Umgang mit Computern sollte schon vorhanden sein – immerhin ist es auch ein informatischer Studiengang und ganz ohne Computer geht das nun mal nicht. Allerdings wird von niemandem erwartet, das er als Spezialist ins Studium geht. Ein gepflegtes Basis-Know-How reicht eigentlich vollkommen aus. Alles Andere kommt im Studium von selbst.

Brauche ich ein Notebook, um das Studium aufnehmen zu können?

Nein, brauchst du nicht. Natürlich solltest du in diesem Fall einen Rechner zu Hause stehen haben. In der Uni kannst du eines der vielen CIP-Pools nutzen. Jedoch wirst du schnell merken, dass es durchaus seine Vorteile hat, jederzeit seine E-Mails abrufen zu können und seine eigene Arbeitsumgebung dabei zu haben um beispielsweise Übungszettel bearbeiten zu können.

Was für einen Rechner soll ich mitbringen?

Einen funktionstüchtigen ;) Die Hardwareanforderungen unseres Studiums sind nicht so maßlos hoch, dass Du jetzt direkt in den nächsten großen Elektromarkt rennen und dort das neueste X-Ghz Monster kaufen mußt. Was die Software angeht, die Du hinterher einsetzen wirst – hier empfiehlt es sich, entweder ein Microsoft Windows Betriebssystem zu installieren oder in Linux so fit zu sein, das Du Windows-Software mittels entsprechender Emulatoren zum Laufen bringen kannst ;-) Leider ist es so, das der Großteil spezieller Geosoftware für Windows-Plattformen konzipiert ist. Wir arbeiten daran… :-)

Muss ich zu Studienbeginn schon programmieren können? Wenn ja, welche Sprachen?

Nein, mußt Du nicht. Wenn wir zu Studienbeginn alle schon programmieren könnten, bräuchten wir Informatik wohl kaum noch studieren, oder? ;)

Ernsthaft: Es ist keine Voraussetzung, dass man vor Studienbeginn schon mal programmiert hat. Die meisten fangen diesen Studiengang ohne nennenswerte Programmierkenntnisse an und kommen trotzdem zurecht. Bei den Informatikern sieht es da schon mal etwas anders aus, deshalb gibt es auch Profs, die zwar bei den Grundlagen anfangen, aber relativ schnell vorgehen. Wenn Du im vorhinein Zeit hast und gerne schon mal ein bisschen vorarbeiten willst, dann schau dir Java an, das kann in den ersten Vorlesungen durchaus hilfreich sein ;-). Java ist die bei uns am häufigsten eingesetzte Programmiersprache und wird immer mal wieder benötigt.

Wieviel Geld muß ich in etwa pro Semester für Softwarekäufe einkalkulieren?

Pauschal keins. Die meiste Software, die wir benötigen, ist frei verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden. Für die wenigen Produkte, die nicht unter diese Kategorie fallen, gibt es zumeist Campus-Lizenzen – soll heißen, Studenten zahlen nichts oder nur einen symbolischen Beitrag.

Erfahrungsberichte

Auf den folgenden Seiten findet ihr Erfahrungsberichte aus dem ereignisreichen Studium der Geoinformatik. Diese Berichte haben einzelne Studierende verfasst und sollen keine objektiven Berichte darstellen, sondern teils ernst teils weniger ernst, persönliche Erfahrungen vor allem in der Anfangszeit des Studiums dokumentieren. Viel Spass beim Lesen. Falls ihr auch Erfahrungen gemacht habt und diese hier veröffentlichen wollt, so schickt sie einfach an die Fachschaft. Gerade Interessierte am Studium der Geoinformatik freuen sich über solche Texte!

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Das Vorlesungsverzeichnisse beschreibt alle Veranstaltungen, die die einzelnen Fachbereiche der Universität in einem bestimmten Semester wann und wo und von wem anbieten sowie weitere Informationen wie z.B. die Bedingungen der Leistungsnachweisvergabe (ECTS/Credit Points).

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