Der Studiengang Geoinformatik

Auf dieser Seite erfahrt ihr, welche Anforderungen das Studium der Geoinformatik an euch stellt. Das Studium besteht aus mehreren Abschnitten, die einzelnen Module werden detailliert besprochen. Nicht alle Module beinhalten Veranstaltungen am Institut für Geoinformatik. Geoinformatik ist ein interdiszplinärer Studiengang und beinhaltet auch Vorlesungen und Seminare aus den Fachbereichen Mathematik/Informatik und den Instituten der Geographie und Landschaftsökologie.

Aufbau des Studiengangs

Der Bachelorstudiengang Geoinformatik ist, wie jeder andere Bachelorstudiengang, modular aufgebaut, das heißt Lehrveranstaltungen werden in kleine, thematisch zusammengehörende Einheiten verpackt. Ein einzelnes Modul schließt man in maximal 2 Semestern ab, wobei man mehrere Module parallel studiert.

Jedes Modul besteht aus mehreren Veranstaltungen; so besteht das Modul Informatik I aus den Veranstaltungen Vorlesung und Übung Informatik 1 und einem Java-Programmierkurs. Für gewöhnlich wird über jede Vorlesung eine Klausur geschrieben, in den Übungen muss man Übungsaufgaben bearbeiten, in denen eine gewisse Mindestpunktzahl erreicht werden muss, um den Leistungsnachweis zu erhalten und zur Klausur zugelassen zu werden.

Weitere Prüfungsleistungen sind Hausarbeiten, Referate und Projekte. Jede Prüfungsleistung wird benotet und geht mit in die Endnote ein. Am Ende des Bachelorstudiums steht die Bachelorarbeit an. Diese wird parallel zu den Veranstaltungen in der Regel im 6. Semester geschrieben.

In einigen Studiengängen sind Betriebspraktika und Exkursionen Pflicht. Das ist in dem Bachelor Geoinformatik nicht der Fall. Die Praktika und Exkursionen, die abgeleistet werden müssen, sind im Studienverlauf integriert und werden vom Institut als Seminare angeboten. Es gibt aber die Möglichkeit sich Praktika im Bereich „General Studies“ anrechnen zu lassen.

Seinen „Bachelor of Science Geoinformatik“ bekommt man mit dem Bestehen der Bachelorarbeit und dem Nachweis von 180 Credit Points in seinem Studium, die man in den verschiedenen Modulen „verdient“. Ein CP soll dabei 30 Zeitstunden Arbeit widerspiegeln. Die Bachelorarbeit ist 12CP „wert“.

Wenn nun die Bachelorarbeit bestanden ist, die 180CP gesammelt sind und man den BSc Geoinformatik besitzt, wie geht es dann weiter?

Grundsätzlich ist der Bachelor of Science eine Art Zugangsberechtigung für einen Master of Science, wie das Abitur eine Zugangsberechtigung zu einem Bachelorstudiengang ist.

Anders als bei der Hochschulzugangsberechtigung wird aber bei der Auswahl für den Master of Science nicht auf den Numerus Clausus oder die Wartezeit geschaut, sondern darauf, was der Bewerber studiert hat. So ist es schwierig, wenn sich ein Bachelor Biologie für den Master Geoinformatics bewirbt und ihm würde wohl ein Absolvent Bachelor Geoinformatik vorgezogen werden. Anders sieht es aus wenn ein Bachelor Geoinformatik sich für den Master Informatik bewirbt.

Was wir sagen möchte, man hat nach dem Bachelor noch immer eine gewisse Auswahlmöglichkeit darin, was man machen möchte. Möchte man in dem Fachgebiet Geoinformatik bleiben, so kann man entweder am eigenen Institut bleiben und sich für einen der beiden hier angebotenen Masterstudiengänge bewerben, man kann an eine andere Universität gehen oder sich für ein verwandtes Fachgebiet bewerben. Natürlich kann man mit dem Bachelor, der ja ein akademischer Abschluss ist, auch auf den Arbeitsmarkt gehen und dort sein täglich Brot verdienen.


Voraussetzungen – Studieninfos

Studienvoraussetzungen sind immer eine delikate Angelegenheit. Einerseits möchte man keinen vergraulen, andererseits müssen manche Dinge einfach mal gesagt werden. Deshalb genießt diesen Text mit Vorsicht und macht euch auch noch eigene Gedanken dazu. Am besten schaut ihr bei konkreten Fragen nochmal in die FAQ oder schreibt uns eine Mail mit eurer Frage.

Abgedroschen, aber es muss sein: Zusammenarbeit.

Das ist mal wieder das Allerwichtigste, denn wir haben gemerkt, dass es absolut notwendig ist, um überhaupt Fuß zu fassen im Studium, dass ihr mit anderen im Team arbeiten könnt. Alleine seid ihr aufgeschmissen, oder die absoluten Überflieger, die neben dem Studium wirklich gar nichts mehr machen. Ihr bekommt so eine Fülle von Aufgabenzetteln (die zu lösen sind, meistens in Dreier-Gruppen), dass ihr, wenn ihr jede Aufgabe alleine rechnen wollt, in arge Zeitnot geratet. Das ist wirklich kein Ammenmärchen, das stimmt. Um euch die Sache ein wenig schmackhaft zu machen: Es macht auch durchaus Spaß zusammen zu arbeiten und es bilden sich schnell gute Bekanntschaften, nicht nur mit einem kleinen Teil eurer Mitstudenten, sondern mit fast allen. Das können wir aus eigener Erfahrung so sagen. Gerade etwas schüchternen Kollegen und Kolleginnen fällt es so nicht so schwer, Kontakt zu Mitstudierenden zu finden.

Bitte bedenkt, dass einige Vorlesungen im späteren Verlauf des Bachelorstudiengangs auf Englisch gehalten werden. Ihr solltet also ein gewisses Grundverständnis vorweisen und keine Angst mitbringen. Ansonsten besteht immernoch die Möglichkeit während des Studiums Englischkurse an der Uni zu besuchen, für die ihr auch noch Credit Points für das General Studies Modul sammeln könnt.

Analytisches und mathematisches Denkvermögen notwendig (v.a. im Grundstudium)

Was weiterhin sehr wichtig ist (vorallendingen im rein mathematischen und informatischen Teil des Studiums) und enorme Geschwindigkeitsvorteile bringt, ist die Fähigkeit, analytisch zu denken. Denn alles was aus der Mathematik, wie auch mit der Informatik zu tun hat, ist pure Analytik. Wir schreiben absichtlich nicht mathematisches Verständnis, oder Mathe-LK hier hin, weil es nicht zwangsläufig erforderlich ist. Wer allerdings mit Mathe nie Probleme hatte, hat sicherlich einen Trumpf im Ärmel. Denn wer die Zusammenhänge zwischen den Sachen erkennt, hat schon die halbe Miete gewonnen. Es ist leider so, dass ohne Analytik nicht so viel geht. Wer aber auch ohne Mathe schnell ist, Zusammenhänge zu erkennen, ist sehr willkommen. Denn der mathematische Stoff hat nicht mehr viel mit der Schulmathematik zu tun. Alles wird abstrakter und übergreifender.

Hier noch ein paar „offizielle“ und sehr informative Informationen des Fachbereichs Mathematik/Informatik bezüglich Studienvorraussetzungen. Aber Achtung dort bezieht es sich jeweils auf das Hauptfach und nicht auf Geoinformatik direkt.

Na endlich: Geowissenschaften

Hier braucht ihr euch keine Sorgen machen, wenn ihr kein Erdkunde in der Schule hattet. Das läßt sich schnell verstehen und einholen. Was allerdings von Vorteil ist, ist das Interesse an geowissenschaftlichen Zusammenhängen, die das Studium neben Mathe und Informatik eigentlich erst interessant machen und zu dem interdisziplinären Studiengang machen, der er ist.
Wenn ihr hieran kein oder nur wenig Interesse habt, dann seid ihr sicherlich besser im reinen Informatikstudiengang aufgehoben. Allerdings muss man auch sagen, dass der Studiengang halt auch allein durch die Anwendung in den Geowissenschaften sicherlich nicht so trocken rüberkommt, wie ein reiner Informatikstudiengang und auch eher technisch orientiert ist.
Weiterhin ist es durchaus möglich, sich aus der Geographie rauszuziehen, wenn man von drei Pflichtvorlesungen absieht.

Und was muss ich an Computerkenntnissen mitbringen?

Eigentlich gar keine speziellen Sachen. Was allerdings zwingend erforderlich ist, ist die Bereitschaft sich mit dem Computer auseinanderzusetzen und selber Sachen auszuprobieren und nicht gleich verzweifeln, wenn mal etwas nicht funktioniert, sondern dran bleiben und ausprobieren.

Computa und andere „Legenden“

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Wie wir inzwischen bei mehreren Jahrgängen feststellten, ist der Bereich „Informatik“ in unserem Studiengang gerade für Erstsemester ein schwierig zu kalkulierendes Gebiet. Alle Jahre wieder kommen zahlreiche Fragen, die sich nur um dieses Thema, eventuell benötige Vorkenntnisse, Hardware, Software, Programmiererfahrung und Ähnliches drehen.

Mit den folgenden Informationen möchten wir euch einen Teil dieser Fragen im Vorhinein abnehmen ;)

Welche PC-Kenntnisse muss ich ins Studium mitbringen?

Du solltest nicht vollkommen ahnungslos vor einem PC sitzen und überlegen, wo man ihn anschaltet ;) Ein Grundwissen im Umgang mit Computern sollte schon vorhanden sein – immerhin ist es auch ein informatischer Studiengang und ganz ohne Computer geht das nun mal nicht. Allerdings wird von niemandem erwartet, das er als Spezialist ins Studium geht. Ein gepflegtes Basis-Know-How reicht eigentlich vollkommen aus.

Brauche ich ein Notebook, um das Studium aufnehmen zu können?

Nein, brauchst du nicht. Natürlich solltest du in diesem Fall einen Rechner zu Hause stehen haben. In der Uni kannst du eines der vielen CIP-Pools nutzen. Jedoch wirst du schnell merken, dass es durchaus seine Vorteile hat, jederzeit seine E-Mails abrufen zu können und seine eigene Arbeitsumgebung dabei zu haben um beispielsweise Übungszettel bearbeiten zu können.

Was für einen Rechner soll ich mitbringen?

Einen funktionstüchtigen ;) Die Hardwareanforderungen unseres Studiums sind nicht so maßlos hoch, dass Du jetzt direkt in den nächsten großen Elektromarkt rennen und dort das neueste X-Ghz Monster kaufen mußt. Was die Software angeht, die Du hinterher einsetzen wirst – hier empfiehlt es sich, entweder ein Microsoft Windows Betriebssystem zu installieren oder in Linux so fit zu sein, das Du Windows-Software mittels entsprechender Emulatoren zum Laufen bringen kannst. Leider ist es so, das der Großteil spezieller Geosoftware für Windows-Plattformen konzipiert ist.

Muss ich zu Studienbeginn schon programmieren können? Wenn ja, welche Sprachen?

Nein, mußt Du nicht. Wenn wir zu Studienbeginn alle schon programmieren könnten, bräuchten wir Informatik wohl kaum noch studieren, oder?

Ernsthaft: Es ist keine Voraussetzung, dass man vor Studienbeginn schon mal programmiert hat. Die meisten fangen diesen Studiengang ohne nennenswerte Programmierkenntnisse an und kommen trotzdem zurecht. Bei den Informatikern sieht es da schon mal etwas anders aus, deshalb gibt es auch Profs, die zwar bei den Grundlagen anfangen, aber relativ schnell vorgehen. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Programmierkenntnisse deshlab den Einstieg ins Studium erleichtern.  Wenn Du im vorhinein Zeit hast und gerne schon mal ein bisschen vorarbeiten willst, dann schau dir Java an, das kann in den ersten Vorlesungen durchaus hilfreich sein. Java ist die bei uns am häufigsten eingesetzte Programmiersprache und wird immer mal wieder benötigt.

Wieviel Geld muß ich in etwa pro Semester für Softwarekäufe einkalkulieren?

Pauschal keins. Die meiste Software, die wir benötigen, ist frei verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden. Für die wenigen Produkte, die nicht unter diese Kategorie fallen, gibt es zumeist Campus-Lizenzen – soll heißen, Studenten zahlen nichts oder nur einen symbolischen Beitrag. Schaue hierfür mal bei den Software-Links vorbei.